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GPRS Technik

Die GPRS Technik steht für General Packet Radio Service (GPRS) und ist ein paketorientierter Dienst zur Datenübertragung. Die GPRS Technik wird in GSM Netzen angewendet. Mobiles Internet wird damit möglich.

GPRS – Technik

„GPRS – das ist irgendwas mit Handy, oder?“ So oder so ähnlich antworten wohl die meisten Zeitgenossen, wenn man sie nach dem Begriff „GPRS“ befragt und damit liegen sie gar nicht so falsch. Die GPRS – Technik kommt tatsächlich in den GSM - Funknetzen der Mobilfunkanbieter zum Einsatz. Insbesondere bei größeren Datenmengen in kurzer Zeit wie beispielsweise wie den WAP – basierten Internetseiten bietet die GPRS – Technik große Vorteile. Aber nicht nur die modernen Handys, sondern auch andere Dienste wie beispielsweise die exakte Ortung auf dem Navigationsgerät oder Push-To-Talk nutzen das GPRS – Verfahren.
In den deutschen Funknetzten ist die GPRD – Technik seit Januar 2001 („Viag Interkom“) bzw. Februar 2001 („Telekom“) im Einsatz.

Die Funktionsweise von GPRS

Ursprünglich wurde bei einer Übertragung von Gesprächen, Textnachrichten oder anderen Daten eine dauerhafte Verbindung zwischen den Teilnehmern hergestellt und der Datenstrom wurde kontinuierlich gesendet bzw. empfangen. Um diese Verbindungskapazitäten zu verringern, ohne die Verfügbarkeit einzuschränken, wurde der „General Packet Radio Service“ eingeführt. Hier werden die Verbindungen zwischen den Teilnehmern nur „reserviert“ und erst beim tatsächlichen Datenaustausch erfolgt eine reale Verbindung. Dadurch können die freien Kapazitäten für andere Teilnehmer, mit denen man sich gerade eine Funkzelle teilt, genutzt werden. Außerdem werden bei der GPRS – Technik so genannte Datenpakete an Stelle einen dauerhaften Datenstroms versendet, wie man es bereits vom heimischen PC kennt, wo das ähnliche Prinzip mit „TCP/IP“ bezeichnet wird. Diese Pakete können durch mehrere (jeweils gerade freie) Kanäle versendet werden. Der Empfänger erhält dann die alle Informationspakete in der richtigen Abfolge. Dadurch orientieren sich auch die Kosten an den tatsächlich übertragenen Datenpäckchen.

Die Vorteile von GPRS

Der wohl offensichtlichste Vorteil der GPRS – Technik sind die höheren Verbindungsgeschwindigkeiten sowie die wesentlich höheren Datenmengen, die ausgetauscht werden können. Pro Sekunde sind hier Kapazitäten zwischen etwa 50 Kilobit und etwa 100 Kilobit möglich. Allerdings können diese Werte von weiteren Faktoren wie der Zahl der gleichzeitigen Nutzer, der individuellen Handykonfiguration oder der GPRS – Infrastruktur beeinflusst werden. Außerdem kann so eine wesentlich genauere Abrechnung nach Dateivolumen (Paketen) erfolgen, was ebenfalls dem Verbraucher zu Gute kommt. Apropos Geld: Die im Handel erhältlichen Geräte sind heute allesamt GPRS – fähig. Im direkten Vergleich mit den UMTS – Modellen sind die GPRS – Handys aber wesentlich günstiger in der Anschaffung. Auch die flächendeckende Integration der GPRS – Technik im GSM – Netz ist ein erheblicher Vorteil dieses Verfahrens. Vor allem fürs Internet, wo gelegentlich trotz Verbindung keine Daten übertragen werden, ist GPRS die richtige Wahl.

Sandra (freie MobiTeam Mitarbeiterin) hat das so erläutert:

“Die Datenübertragung fungiert mittels der Übertragung von Paketen. Dazu werden die Daten in kleine Pakete umgewandelt und beim Empfänger wieder hergestellt. Entgegen herkömmlicher Technologien wird die Datenverbindung immer aufrechterhalten. Das heißt diese ist nicht nur bei der Übertragung der Daten geöffnet, sondern auch, wenn der User offline ist. Dabei wird der Funkkanal erst geöffnet, sobald Daten übertragen werden. Die Verbindung besteht während der restlichen Zeit nur virtuell.

Theoretisch ist, bei einer Bündelung aller acht GSM Zeitschlitze eines Kanals, eine Datenübertragung bis zu 171.2 kbit/s möglich. In der Realität hängt die Geschwindigkeit der Datenübertragung von der zur Verfügung stehenden Mobilstation (multislot capability und der Verfügbarkeit des angebotenen Netzes ab. Daher liegt die durchschnittliche Datenübertragungsrate, je nach Belegung der GSM Zeitschlitze und je nach Gerät, bei 55,6 kbit/s. Dabei sind die Uploadzeiten wesentlich schneller als die Downloadzeiten. Aktuell werden Geräte der Multislot Class 12 mit bis zu fünf Zeitschlitzen gehandelt.

GPRS wird heute von den meisten neuen Mobilfunktelefonen zum Aufrufen von WAP gestützten -Seiten verwendet. Auch Multimedia Messaging Services (MMS) basieren auf der GPRS Technik. Darüber hinaus können GPRS-fähige Mobiltelefone als Modem für Computer und Handhelden herangezogen werden. Dabei werden diese mit dem Mobiltelefon verbunden. Gleichermaßen können auch Steckkarten für Notebooks als GPRS-Modem dienen. Darüber hinaus findet GPRS häufig Anwendung in der Ortung von Fahrzeugen oder Objekten.

Die Nutzung von GPRS erfordert zusätzliche Netzelemente wie SGSN und GGSN.”

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